In der Nacht wurden wir zu einem Gebäudebrand mit Menschenleben in Gefahr alarmiert.
Bei unserem Eintreffen stand bereits der Anbau des Einfamilienhauses in Vollbrand.
Da noch eine Person vermisst wurde, begannen wir unverzüglich mit der Menschenrettung unter schwerem Atemschutz. Diese konnte wenig später erfolgreich von unserem Angriffstrupp beendet werden. Der Bewohner wurde an den Rettungsdienst übergeben und mit einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus verbracht.
Bedingt durch einen Rohrbruch im Hydrantennetz fiel die Wasserversorgung aus, so dass in dieser kritischen Phase stark mit dem Wasser gehaushaltet werden musste. Zusätzlich wurden acht Tanklöschfahrzeuge alarmiert, welche das Wasser im Pendelverkehr zur Einsatzstelle brachten. Ebenso wurden umfangreich weitere Kräfte nachalarmiert um ausreichend Atemschutzgeräteträger an der Einsatzstelle vorhalten zu können, da sich das Feuer bereits auf das gesamte Wohnhaus ausgebreitet hatte.
Da das Wohnhaus von zwei Statikern als teilweise einsturzgefährdet eingestuft wurde, mussten wir uns auf den Außenangriff beschränken. Zusätzlich explodierten immer wieder kleinere Gaskartuschen und diverse Feuerwerkskörper im Gebäude, so dass teilweise noch 50 Meter hochgeschleudertes Material niederging. Da sich zusätzlich noch mehrere Gasflaschen im Brandbereich der Garage befanden, bestand akute Explosionsgefahr.
Insgesamt befanden sich rund 250 Einsatzkräfte von den Feuerwehren im Heidekreis, sowie anderen Hilfsorganisationen bis in den Nachmittag im Einsatz. Vor Ort machten sich auch die Bürgemeisterin Helma Spöring, der erste Stadtrat Andre Reutzel, sowie mehrere Vertreter der Stadt ein Bild der Löscharbeiten. Um mehrere Einsatzszenarien abzustimmen waren verschiedene Fachberater vor Ort.